Rosen zum Weltfrauentag

Mark Kreutzberg, Velpker Bürgermeister, beim Rosen verteilen auf dem Neukauf-Aldi-Parkplatz. Unterstützt wurde er von Sebastiano Di Maria, Jochen Krüger und Harald Ludwig.

Velpke – Es ist schon lange eine schöne Tradition der Velpker SPD-Ortsabteilung, am 8. März, dem Weltfrauentag, an öffentlichen Plätzen in Velpke rote Rosen an Frauen zu übergeben. So auch wieder in diesem Jahr.
Mark Kreutzberg als Velpker Bürgermeister und drei weitere Mitglieder vom Vorstand der Ortsabteilung waren deshalb am Weltfrauentag mit Rosen in Velpke unterwegs. So war die Reaktion der beschenkten Frauen ohne Ausnahme erfreut und überrascht. Aber auch nicht wenige Frauen, vornehmlich Rentnerinnen, nutzten die Gelegenheit für ein Gespräch. So war es ein eindeutiges Anliegen der meisten, dass die SPD in der künftigen Koalition sich wieder ein starkes Profil erarbeitet und erkennbar wieder die Partei für die sozial Schwächeren wird.
Diese Eindrücke am Ende dieser schönen Aktion machen Mut, dass die Partei doch mehr Zuspruch hat, als die aktuellen Zahlen zu Zeit aussagen. Jetzt gilt es für die Bundes-SPD zu handeln und sich neuen Zuspruch zu erarbeiten.

Gleichstellung ist keine Belastung für die Wirtschaft, sondern ein Gewinn für die ganze Gesellschaft.
Die SPD hat in der letzten Wahlperiode gleichstellungspolitische Meilensteine durchgesetzt: die Gesetze für Entgelttransparenz und mehr Frauen in Führungspositionen, das Elterngeld Plus und die Reform des Sexualstrafrechts sowie die Ratifizierung der Istanbul-Konvention. Dennoch: die vollständige Gleichstellung ist in unserem Land noch in keinem einzigen Bereich erreicht. Die Frauen in Deutschland und unser Land können sich keinen gleichstellungspolitischen Stillstand leisten.

Es ist der SPD gelungen, im Koalitionsvertrag an vielen Stellen weitere Schritte zur Verwirklichung der Gleichstellung zu vereinbaren. Das ist eine gute Arbeitsgrundlage für die 19. Wahlperiode. Es bleibt aber auch noch viel zu tun. Deshalb müssen insbesondere das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit und die Aufwertung der sozialen Berufe sofort angegangen werden. Das trägt auch zur Reduzierung der Lohnlücke bei.
Dem müssen weitere Schritte folgen! Die Union muss ihre Blockadehaltung gegen die Durchsetzung der Gleichstellung endlich aufgeben. Gleichstellung ist keine Belastung für die Wirtschaft, sondern ein Gewinn für die ganze Gesellschaft.

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts liegt der Frauenanteil im Bundestag bei knapp 31 Prozent. Das muss sich ändern. Eine Wahlrechtsänderung muss zwingend mit dem Paritätsgrundsatz verbunden werden. Viele Länder in Europa und auf der ganzen Welt haben damit gute Erfahrungen gemacht und den Frauenanteil in den Parlamenten gesteigert.

Wir werden nur dann schneller vorankommen und Fortschritte machen, wenn wir auf allen Ebenen, in allen Ressorts und in allen Bereichen die Gleichstellung voranbringen – an 365 Tagen im Jahr!

Elke Ferner, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)